Lara Kubiczek @ Unicon 21
Einzelkür
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Zeitaufteilung
| Messkriterium | Zeit [s] | Verhältnis [%] | |
|---|---|---|---|
| Artistik | 80,708 | 33 | |
| Kommunikation | 35,241 | 15 | |
| Tricks | 143,125 | 59 | |
| Filler | 35,335 | 15 | |
| Void | - | - | |
| Abstiege | 6,557 | 3 | |
Artistik
Ausführung
6,43
Choreographie
6,2
Musik / Timing
7,3
Not Todo List
Die Kür beinhaltet 7 Dinge, die besser nicht darin vorkommen.Auswertung
| Messkriterium | Zeit [s] | Verhältnis [%] | |
|---|---|---|---|
| Artistik | 80,708 | 33 | |
| Kommunikation | 35,241 | 15 | |
| Tricks | 143,125 | 59 | |
| Filler | 35,335 | 15 | |
| Void | - | - | |
| Abstiege | 6,557 | 3 | |
Tricks lassen sich sehr praktisch objektiv abbilden. Das hat Thomas Gossmann in seiner Diplomarbeit gezeigt (S. 42ff).
Die technische Grundlage hierfür muss jedoch noch geschaffen werden. Das wird noch dauern.
Score: 19,93
Ausführung
Score: 6,43
Choreographie
Score: 6,2
Musik / Timing
Score: 7,3
Arabesque mit Hand am Sattel tricks
Ein Folgefehler zu Standup mit Hand am Sattel, ist die Hand am Sattel während der Arabesque. Wird die Hand zum Sattel geführt, beugt sich der Oberkörper (und/oder verwringt sich) und macht es beinahe unmöglich das nötige Hohlkreuz einzunehmen, darüber den Oberkörper unter Spannung zu setzen, die das freie Bein hält um darüber die charakteristische Bogenspannung für die Arabesque herzustellen.
Weiter verhindert es, dass der Oberkörper parallel zum Boden gehalten wird. Die Hand zum Sattel leitet eine Längsachsenrotation des Oberkörpers ein. Werden der gleiche Fuß und Hand (z.B. beide links oder beide rechts) genutzt, eröffnet es dem Körper ein "aufdrehen" gen Himmel, wodurch die eine stabile, stützende Haltung des Oberkörpers verhindert wird.
Als Daumenregel gilt: Die Hand am Sattel macht die Arabesque kaputt.
Arabesque ohne Bogenspannung tricks
Das Hauptmerkmal der Arabesque ist die Bogenspannung , die sich von Fuß über Hüfte bis zum Kopf zeigt. Daraus folgt, wenn keine Bogenspannung sichtbar ist, handelt es sich nicht um eine Arabesque .
Grundvoraussetzung hierfür ist ein leichtes Hohlkreuz, das die nötige Spannung im Körper aufbaut, um den freien Fuß halten zu können. Wird der Sattel mit der Hand gehalten, ist es physiologisch beinahe unmöglich diese haltende Oberkörperposition einzunehmen.
Als Daumenregel gilt: Ohne Bogenspannung ist es keine Arabesque.
Ewig viele (Pre)hops tricks flow
Deutliche zu viele (pre)hops zwischen, bevor und während Hopping-Kombinationen.
Fußspitzen nicht gestreckt posture
Wenn die Füße "frei in der Luft hängen" signalisieren gestreckte Fußspitzen (und Bein) Körperspannung . Im englischen wird das gerne mit dem Zusatz "ext." benannt - aber was heißt das denn?
"ext." ist die Abkürzung für "extended" und stammt vom lateinischen "extension" ab. Extension (Streckung) und das Gegenteil Flexion (Beugung) sind medizinische Begriffe um die Gelenkstellung und Muskelaktivität zu beschreiben.
Kompositorische Sportarten bedienen sich diesen Vokabulars und der Tatsache, dass ein - bis in die Fußspitze - gestrecktes Bein Körperspannung anzeigt (sehen wir beim Turnen, Tanzen, Ballett, usw.). Das Vokabular im Ballett ist pragmatischer: Statt "ext(ended)" wird vom "point(en)" gesprochen, also mit der Fußspitze auf etwas zeigen . Umgekehrt wird der Fuß ge"flex"t (vom lat Flexion) um ihn Anzuwinkeln. Point und flex benötigen Muskelaktivität um deren Position einzunehmen und signalisieren Körperspannung .
Da beim Einradfahren der Fuß im Schuh steckt, kann dies für eine getrübte Wahrnehmung sorgen: Der Fuß ist zwar wunderbar gestreckt, aber der Schuh ist zu starr und vermag diese Form nicht anzuzeigen. In dem Falle muss man von falschen Wahl des Schuhs sprechen.
Handflächen sind nach hinten abgeknickt posture
Man möge die nach hinten abgeknickten (dorsalflexierten) Handflächen auch die "Segelfliegerhaltung" nennen, denn dieser Anblick bietet sich einem Betrachter.
Es ist eine unnatürliche Haltung der Handflächen, quasi als wäre es gebrochen. Das wollen wir als Publikum untersuchen und sicherstellen, dass der Fahrer gesund ist. Die Aufmerksamkeit des Zuschauers verschiebt sich zu den Handflächen und damit weg von der eigentlichen Handlung, die dadurch verpasst wird.
Als Fahrer müssen wir geschickt die Aufmerksamkeit des Publikums auf die Haupthandlung lenken.
Nur Armbewegungen zur Umsetzung von Performance choreography artistry
Der Körper bietet sieben große Bewegungssegmente: Kopf, Brust, Arme (l+r), Hüfte, Beine (l+r). Die Kür wird bedeutend spannender beim Einsatz mehrerer Bewegungssegmente. Im Gegensatz wirkt Eine Kür, die nur mit Armbewegungen umgesetzt wird monoton und langweilig .
Stand up Tricks mit Hand am Sattel tricks
Die Hand am Sattel bei Standup Tricks ist der am häufigsten vollzogene Bewegungsfehler schlechthin. Der Fehler äußert sich gleich doppelt:
-
Wird der Sattel während Standup Tricks festgehalten, beugt sich der Oberkörper zwangsweise nach vorne. Zudem geht der Griff meist "in den Schritt", zusammen mit dem gebeugtem Oberkörper entsteht ein zumeist weder gewolltes noch geeignetes Bild. -
Der Fahrer selbst schiebt der technischen Weiterentwicklung einen Riegel vor und blockiert bereits jetzt das Erlenen von fortgeschrittenen Standup Tricks (*).
Folgende Tricks werden ...
-
... nicht mehr erlernbar: Y-Character , Catch-Foot und Biellman _. -
... schwer erlernbar: Arabesque , Standwalk (mit beiden Händen gehalten, z.B. in der Gruppe)
Um diese Tricks dennoch zu meistern muss zunächst ein Umlernen stattfinden. Dieses Umlernen muss die bereits falsch abgespeicherten Bewegungsfertigkeiten "kaputt machen", um Platz für die "korrekten" Bewegungsausführung zu schaffen. Jenes Umlernen benötigt in etwa die doppelte Menge an Zeit gegenüber einem korrekten Vermitteln von Beginn an.
Es gibt Ausnahmen , wenn der Fahrer einen 1ft-Standup-Coast ausführt. Während im Gliding der Fuß die Gabel und den Reifen - also zwei Punkte - zur Kontrolle des Einrades zur Verfügung hat, ist es im Coasting nur die Gabel als Kontrollpunkt. Als zweiter Kontrollpunkt kann der Sattel mit der Hand festgehalten werden, in konkreten Tricks sind das z.B. Daiki-Coasting oder Scuff-Coasting .